Russische Kulturerbemanager*innen interessiert an HERITAGE-PRO

Am 04. Dezember empfing Herr Sascha Kolhey von der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz in Mainz eine Delegation des Komitees für Bürgerinitiativen (KGI) aus der Russischen Föderation. Diese wurden von der Deutschen Stiftung für Internationale Rechtliche Zusammenarbeit (IRZ) bei einer fünftägigen Exkursion in Deutschland begleitet. Während des Empfangs in Mainz wurde den Exkursionsteilnehmer*innen der Anlass für das Projekt, die interdisziplinäre Herangehensweise von HERITAGE-PRO, die verschiedenen Outputs und die Projektpartnerschaft vorgestellt. Zudem wurden die zahlreichen Nachfragen der Teilnehmer*innen beantwortet.

Die russischen Teilnehmer*innen, die teilweise aus der Verwaltung und aus der Wissenschaft stammten, verbindet alle das Projekt „Stadtkarte von Russland: Wachstumspunkte“. Dieses startete 2013 und hat als übergeordnetes Ziel, die Diskrepanz zwischen den rechtlichen Befugnissen der Kommunalebene, der übermäßigen staatlichen Regulierung, den zur Verfügung gestellten Ressourcen und der wenig ausgeprägten Einbindung der Bevölkerung an der kommunalen Entwicklung zu verringern.

Da die russischen Kommunen insbesondere am Erhalt ihres kulturellen Erbes interessiert sind, um auch den Tourismus in ihrer Region zu stärken, informierten die Teilnehmer*innen sich über die verschiedenen Möglichkeiten in Deutschland, um den Denkmalschutz in den Kommunen voranzubringen. Weiter war von Interesse, wie die verschiedenen Akteure miteinander arbeiten, wie Funktionen ineinander greifen und sich ergänzen. Dafür schlagen die Expert*innen des KGI ein Reformkonzept vor, welches eine Vielzahl von integrierbaren Maßnahmen enthält. Um verschiedene Strategien der interdisziplinären Zusammenarbeit kennen zu lernen, reisen die Teilnehmer*innen in verschiedene Länder, um die lokalen und nationalen Praktiken kennen zu lernen, entsprechende Ansätze zu übernehmen und internationalen Austausch aufzubauen.

Insgesamt stieß das HERITAGE-PRO Projekt auf großes Interesse bei den Teilnehmer*innen, da auch im russischen Kulturerbe-Management vergleichbare Herausforderungen wie im europäischen Kultursektor zu finden sind. Zudem wurden für künftige Informationszwecke Kontaktdaten zwischen den Institutionen ausgetauscht.

(Bilder: Russische Expertenkommission bei unserem HERITAGE-PRO-Partner Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz auf Studienbesuch; Bildnachweis: Sascha Kolhey)

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